Richard M. Stallman, Linus Torvalds und Donald E. Knuth diskutieren darüber, wer die wichtigsten Beiträge zur Informatik geleistet hat.

Stallman:
»Gott hat mir gesagt, dass ich den besten Editor der Welt programmiert habe!«

Torvalds:
»Nun, Gott hat mir aber gesagt, dass ich das beste Betriebssystem der Welt programmiert habe.«

Knuth:
»Nun aber mal langsam... - Was soll ich gesagt haben?«


Erfinder von TeX, LaTeX und METAFONT geben zu: Alles Betrug!!!

In einer Ankündigung, die die internationale TeX-Gemeinde verblüffte, haben DONALD E. KNUTH und LESLIE LAMPORT zugegeben, daß das von ihnen geschaffene Satzsystem TeX und das Makropaket LaTeX ein raffinierter Scherz ist, der sich seit über 15 Jahre am Leben gehalten hat. Bei einem Vortrag vor der Euro-TeX-Konferenz vom 4. bis 8. September 1995 in Papendal, Niederlande enthüllte Donald E. Knuth: "Bis Mitte der 70er Jahre hatte mich die Möglichkeit, den Computer zum Erstellen vom Layouts einzusetzen, beschäftigt und fasziniert. Zur gleichen Zeit experimentierte ich mit Niklaus Wirths Programmiersprache PASCAL. Als ich dann die ersten Satzsysteme auf Computern sah, kam ich zu der Einsicht, daß es sich um eine Parodie auf Gutenbergs Kunst des Buchdruckes handeln mußte. Mit meinen Studenten entschloß ich mich dann ebenfalls, eine Parodie eines Satzsystems herzustellen. Wir entwarfen ein System, das so komplex und kryptisch wie möglich sein sollte, um die Frustration der gelegentlichen Anwender zu maximieren. Wir nannten es TeX in Anspielung auf die neue Technologie, die wir anwendenten. Die erste Version war 1978 fertig, daher nannten wir die TeX78. Da mit dieser Version noch brauchbare Ergebnisse erzeugt werden konnten, entwickelten wir noch die PASCAL-Metasprache WEB. Als 1982 TeX82 fertig war, enthielt es immerhin 900 Befehle, also mehr als die Ursprungssprache PASCAL. Als ich Leslie Lamport von meinem Parodie-Projekt überzeugen konnte, kam ich meinem eigentlichen Ziel ziemlich nahe, zumal ich in der Zwischenzeit auch noch METAFONT, ein System zur Erzeugung von Zeichensätzen, entwickelt hatte. Ich machte dann TeX und METAFONT zur freien Software und setzte einen Preis für jeden Fehler, der noch im System gefunden wird, aus. Der Gedanke, daß moderne Programmierer tatsächlich dieses System, sogar unter Einsatz der Programmiersprache C, ernsthaft auf viele verschiedene Rechnersysteme portieren und auch noch benutzbare Ergebnisse liefern würden, lag jenseits meines Vorstellungsvermögens. Als dann aber immer mehr Benutzer dieses Satzsystem anwendeten und einige sogar begannen, eine farbige Ausgabe zu entwickeln, mit dem Ziel in einem einzigen Pixel das gesamte Farbspektrum unterzubringen, stellte ich meine Entwicklung an dem Projekt frustriert ein. Unsere Überraschung war groß, als immer mehr Universitäten und Verlage tatsächlich begannen, dieses System in der Forschung und kommerziell einzusetzen, und das mit einer Parodie auf die 60er Jahre. Dennoch sind wir beeindruckt von der Hartnäckigkeit (falls nicht doch Gemeinsinn) des gewöhnlichen TeX-, LaTeX- und METAFONT-Anwenders. Jedenfalls haben Leslie und ich in den letzten Jahren nur WORD bzw. WORDPERFEKT eingesetzt, und wir fühlen uns echt schuldig an dem Chaos, der Verwirrung und dem wirklich schlechten Programmierstil, der von meinem verrückten Einfall vor so langer Zeit ausging."

Namhafte Anbieter von TeX-Systemen, Verlage und Benutzergruppen, einschließlich Y&Y, TCI Software Research, Kinch Computer Company, Radical Eye, Personal TeX Incorporate, Addison-Wesley- und Springer-Verlag, Elsevier und International Thomson Publisher, American Mathematical Society (AMS), TUG, NTG, GUTenberg und DANTE e.V. haben vorläufig jede Stellungnahme abgelehnt. Blue Sky Research, der Anbieter von TeX-Systeme für unterschiedliche Rechnersysteme, darunter auch das bekannte Textures für Macintosh, meinte, sie hätten diesen Verdacht schon seit Jahren gehegt und würden nun dazu übergehen, ihre Alternativprodukte zu TeX bekannter zu machen und zu verbessern, und weitere Bemühungen um die Entwicklung von Textures for Windows95 zu stoppen. Der TUG-Präsident brach in unkontrollierbares Gelächter aus.

(PS: Dieser Artikel ist aus Die TeXnische Kommödie 3/1995 entnommen.)
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